Tisch mit Vogelfüssen

1996

für Tonband allein (zu einem Objekt von Meret Oppenheim)

 

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.


tisch_mit_vogelfuessen.mp3 tisch_mit_vogelfuessen.mp3(3,8 MiB)

Weitere Werke zu Meret Oppenheim

1995/96 „...wie eine Heuschrecke über die Meere...“ für grossen gemischten Chor und Zuspielbänder, nach Texten, Bildern und einem Objekt von Meret Oppenheim

_

1996 Fächer für Klavier zu vier Händen

 

Musik zu Sonja Sekula

1996 Fünf Sprach-Klang-Objekte für Schlagzeug solo (Vibraphon, Kleinperkussion, Sprechstimme), nach Texten von Sonja Sekula

_

1996 Composition, Improvisationskonzept für drei Ausführende nach einem Werk von Sonia Sekula. Gemeinschaftskomposition mit Claudia Rüegg und Marianne Schuppe

_

1996 Portrait of Sonia Sekula, Improvisationskonzept für drei Ausführende nach einem Werk von Sonia Sekula

 

Weitere Arbeiten zu bildender Kunst

1983 Hügel bei Céret für zwei Bratschen und Kontrabass (auch andere Streicherbesetzungen möglich),

benannt nach einem Bild von Chaim Soutine

_

1997 Sculptures (for Bruce Nauman) für Vierteltongambenquartett, zu einem Werk von Bruce Nauman

_

2003 Landschaften, fünf Stücke für Schlagzeugsextett, basierend auf Postkarten und Fotografien einer Turbine des Ingenieurs Martin Allemann

_

2005 Schilfbilder für Altflöte, Bassklarinette, Geige, Cello und Klavier, zu Fotografien von Silvia Kamm-Gabathuler

ZUM STÜCK

Ich höre mir ab CD fast vierhundert Vögel mit mehr als tausend verschiedenen Rufen an, während meine Katze unruhig nach dem Rotkehlchen hinter den Lautsprechern sucht. Was mein Interesse weckt wird gesampelt, verlangsamt und in die Tiefe transponiert.

Die verborgene Welt - sozusagen das Innere dieser Vogelstimmen - in die ich so eindringen kann, verändert meine Wahrnehmung.

Ein Vogel, den ich frühmorgens singen höre, erscheint mir plötzlich als riesenhaftes Wesen, da ich mir vorstellen kann, wie er vier Oktaven tiefer klingt.

Das Material, das ich durchgehört habe, ordnet sich mir langsam zu Kategorien: Hörner, Gesänge, Perkussives und manchmal fast unheimliche, groteske Karikaturen menschlicher Sprachäusserungen.

_

Regina Irman in SEITEN, März/April 1996